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SERBIEN
>> Bedingt durch die dem Zerfall des ehemaligen Jugoslawien nachfolgenden Kriege und die damit verbundene Zerstörung der Infrastruktur und Industrie, halbierte sich im Zeitraum von 1990 bis 2000 die Wirtschaftsleistung der Region und machte das ehemalige Jugoslawien, das vorher die besten Wirtschaftskennzahlen in Südosteuropa aufwies, zum Schlusslicht der Region. Mit Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen und der Abwahl von Slobodan Milosevic im Oktober 2000, konnte mit der Wiedereingliederung der Region in die internationale Gemeinschaft begonnen werden. Der Privatisierungsprozess wurde in Serbien Ende 2001begonnen und ist heute bereits teilweise vollzogen. Schwerpunkte der künftigen Bemühungen der europäischen Union sowie der lokalen Regierungen werden mit Sicherheit in der weiteren Stabilisierung der Region, einer Angleichung der Rechtsnormen auf westliches Niveau und vor allem im Wiederaufbau der Infrastruktur liegen. Wenn auch bereits heute der Region von Seiten internationaler Geberorganisationen wie IBRD und EBRD große Unterstützung zuteil wird, so wird sich das internationale Interesse an einer Angleichung und Eingliederung in die Gemeinschaft der europäischen Staaten, nach dem erfolgten Beitritt von Bulgarien und Rumänien, verstärkt auf diese letzte innerhalb Zentraleuropas verbliebene Region richten. Die aus diesem Interesse resultierenden und zu erwartenden Unterstützungen lassen mit einer schnellen wirtschaftlichen Erholung rechnen. Aus heutiger Sicht betrachtet, überwiegen die gebotenen Chancen, wie besonders günstige Einstiegspreise in diesen Wirtschaftsraum und ausgezeichnete steuerliche Rahmenbedingungen (die Körperschaftssteuer beträgt 10% "flat"), die noch vorhandenen Risken, vor allem das der noch nicht gefestigten politischen Struktur. |